Aktuelle Projekte

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Modellbau-Projekte. Die gezeigten Fahrzeuge befinden sich in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung. Projektideen werden oft über Jahre gesammelt, bis es zur Umsetzung kommt. Dieser Prozess kann sich dann auch wieder über mehrere Jahre hinziehen. Über fertige Projekte verfasse ich häufig Bauberichte bei Buntbahn oder im DSO Modellbahnforum Sollten Sie an einem der gezeigten Fahrzeuge oder einem ähnlichen Fahrzeug Interesse haben, schreiben Sie eine E-Mail an kontakt@semmelbahn.de

Sobald die Produktion eines neuen Projekts startet, besteht die Möglichkeit einen Teilesatz zum Selbstbau zu erwerben. Dies wird im Newsletter, sowie in den sozialen Medien Facebook und Instagram angekündigt.



ET 12 der Rhein-Haardtbahn
Nachdem ab Ende der 1950er Jahre auf der trotz ihres straßenbahnartigen Erscheinungsbildes als Eisenbahn klassifizierten Rhein-Haardtbahn mit den DÜWAG-Gelenkzügen, bestehend aus einem sechsachsigen Trieb- und einem sechsachsigen Beiwagen, gute Erfahrungen gesammelt wurde, entschloss man sich zur Beschaffung von vier zwölfachsigen Gelenktriebwagen. Diese basierten auf dem klassischen Straßenbahnsortiment aus dem Hause DÜWAG. Nur an einigen Details, wie etwa der Anordnung der Scheinwerfer oder einem Signalhorn erkennt man die Adaption dieser Fahrzeuge für den Eisenbahnbetrieb.
Diese Zwölfachser waren nicht nur die längsten Züge aus dem DÜWAG-Baukastensystem, sondern auch seinerzeit die auch die längsten Straßenbahnwagen der Welt. Der Vorteil gegenüber den Zügen aus Trieb- und Beiwagen bestand darin, einen Schaffner einsparen zu können.
Zwischen 1967 und 2007 waren die Wagen auf ihrer Stammstrecke anzutreffen. Ein Wagen soll durch die rnv der Nachwelt erhalten werden.
Das Modell wird wie meine bisherigen DÜWAG-Modelle größtenteils aus Polystyrol entstehen und eine Länge von 1,71 m haben.








Zweiachser Nr. 1 der Straßenbahn Versailles
Versailles, nahe der französischen Hauptstadt Paris ist viel mehr für sein berühmtes Barockschloss bekannt, als für seine Straßenbahn. Diese bestand von 1876 bis 1957.
Sie verschwand aus dem Stadtbild wie viele französische Straßenbahnsysteme der ersten Generation.
Auch wenn heute in vielen Städten Frankreichs die Straßenbahn längst in moderner Form zurückgekehrt ist, bleibt die Tram Versailles Geschichte. Eines ihrer Überbleibsel ist der Triebwagen Nr. 1, der den Grundstein für die Sammlung der AMTUIR, die in Chelles bei Paris eine sehr sehenswerte Sammlung historischer Bahnen und Busse unterhält, die an einigen wenigen Tagen im Jahr auch zugänglich ist.
Bei einem Besuch der Sammlung im Herbst 2022 gefiel mir der Wagen aufgrund seines einfachen und knuffigen Erscheinungsbildes so gut, dass ich beschloss ein Modell im Maßstab 1:22,5 sowie dazugehörige Teilesätze herzustellen.
Da die Straßenbahn in Versailles regelspurig war, wird auch das Modell auf der der Regelspur entsprechenden 64 mm - Spur (II) umgesetzt. Zum Einsatz wird ein USA-Trains-Motorblock kommen, welcher mit Hilfe von LGS-Radsätzen auf das passende Spurmaß umgespurt wird.








Zweiachser der Straßenbahn Istanbul
Wie in vielen Metropolen der Welt, galt auch in Istanbul die Straßenbahn in der Nachkriegszeit als veraltet und wurde abgeschafft, anstatt sie zu modernisieren. Doch schon in den 1990er Jahren setzte ein Umdenken ein, was zu einer Rückkehr der Straßenbahn führte. Heute ist der öffentliche Nahverkehr ohne die großen und modernen Trams nicht mehr vorstellbar. Doch auch die Freunde historischer Technik kommen in Istanbul auf ihre Kosten: Denn zum Glück wurden nach der Stilllegung der alten Straßenbahn nicht alle Wagen verschrottet, sodass noch einige wenige Original-Fahrzeuge erhalten blieben.
Sie verkehren seit den frühen 1990er Jahren auf der Strecke Taksim - Tünel im täglichen Liniendienst und sind mit regulären ÖPNV-Fahrscheinen nutzbar.
Das Modell wird dem meterspurigen Vorbild entsprechend auf der klassischen LGB-Spur "IIm" entstehen. Der Wagenkasten wird zu großen Teilen aus Polystyrol sowie gelasertem Chroma-Karton entstehen.
Für den Antrieb soll ein Standard-Motorblock aus dem Sortiment von USA-Trains verwendet werden.











ET6+EB6 der Rhein-Haardtbahn
Ab 1959 beschafften die Rhein-Haardtbahn (RHB) bzw. die Verkehrsbetriebe Mannheim-Ludwigshafen Sechsachsige Gelenkzüge aus dem Hause DÜWAG, die aus einem Triebwagen und einem Beiwagen bestanden. Nach einer ersten Lieferung, wurde ab 1963 eine größere Anzahl von Zügen beschafft, welche die letzten Maximum-Wagen mit Holzaufbau ablösen sollte.
Da es sich bei der RHB-Strecke um eine Eisenbahn handelt, sind diese Züge sowohl als Eisenbahn, als auch als Straßenbahn für den Betrieb im Stadtgebiet Mannheim/Ludwigshafen zugelassen.
Die Fahrzeuge waren die ersten, welche für eine Spannung von 750 Volt ausgelegt waren, während auf der RHB noch 1200 Volt anzutreffen waren. Daraus ergab sich die Besonderheit, dass die Züge erst ab 1965 im Liniendienst anzutreffen waren.
Nachdem die Fahrzeuge Ende der 2000er Jahre aus dem Liniendienst verschwunden waren, kehrten die ab 2019 wieder in den Regeleinsatz zurück.
Es wird ein  Modell für die Spur IIm entstehen, welches den Zustand der späten 1980er Jahre widerspiegelt.
Dies bedeutet eine Umzeichnung auf die "roten Ludwigshafener Nummern" (ab 1977) und den schaffnerlosen Betrieb (ab 1987).
Die Wahl fiel dabei auf den Zug 1014+1054, der heute zwar nicht mehr im Rhein-Neckar-Raum, jedoch im rumänischen Arad im Liniendienst anzutreffen ist.
Beim Antrieb kommen wieder die bewährten Antriebsblöcke von USA-Trains zum Einsatz. Die Laufdrehgestelle werden mit kugelgelagerten Radsätzen von LGB ausgestattet.







TU2 der Hamburger Hochbahn

U-Bahnen habe ich bisher noch nie gebaut. Dabei trage ich mich bereits seit ca. 10 Jahren mit dem diesem Gedanken, der sich in der Vergangenheit aufgrund schlechter Absatzmöglichkeiten für derartige Fahrzeuge nicht realisieren ließ. Der TU2 als Aufbaufahrzeug auf Basis der älteren T-Wagen begeistert mich durch sein einfaches, aber elegantes und für die damalige Zeit modernes Erscheinungsbild. Gerade die Metros der ersten Generation wie London, Paris, Berlin, Hamburg, New York oder Chicago bieten zahlreiche für die Modellbahn reizvolle Bereiche und bestechen durch ihre teilweise - gemessen an heutigen Schnellbahnen - "handlichen" Dimensionen.








PCC-Wagen der Straßenbahn Los Angeles
Der PCC-Wagen revolutionierte ab den frühen 1930er Jahren von den USA ausgehend den Straßenbahnbau weltweit in Sachen Design und Technik. Bereits vor 15 Jahren begeisterte ich mich für diesen Wagentyp, der doch so typisch für die amerikanischen Straßenbahnen der 30er - 80er Jahre war.
Los Angeles, einst die Stadt mit dem weltweit besten und größten Straßenbahnnetz, war die erste Stadt, in der dieser Fahrzeugtyp zum Einsatz kam. Darüber hinaus war die Los Angeles Railway auch der einzige schmalspurige PCC-Betrieb in Amerika. Die Kapspur von 1.067 mm kommt der Meterspur mit 1.000 mm sehr nahe, sodass das Modell in Spur IIm umgesetzt wird.





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T-Wagen der Hamburger Hochbahn
Die T-Wagen waren die Grundausstattung der Hamburger Hochbahn bei ihrer Betriebsaufnahme ab 1912. Sie kamen damals noch in recht kurzen Kompositionen und - heute unvorstellbar - als Einzelwagen zum Einsatz, beispielsweise auf der heute nicht mehr existierenden Hochbahn nach Rothenburgsort.
Noch heute sind Fahrzeuge dieser Bauart im historischen Bestand der HHA.
Das Modell wird in Spur II entstehen und den Zustand um 1925 zeigen. Dies umfasst beispielsweise eine "Hochbahnkupplung" statt der später üblichen SchaKu, die aus Gründen der Kompatibilität auch die Museumswagen haben.






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Triebwagen 17 der Heidelberger Straßenbahn
Der Triebwagen 17 der Heidelberger Straßenbahn (HSB) ist ein Fahrzeug aus der ersten Lieferserie, die Waggonbau Fuchs zur Betriebsaufnahme 1902 an die HSB lieferte.
In den 1950er Jahren wurde der Wagenkasten etwas modernisiert, mit gummigefassten Scheiben, und einer großen Frontscheibe. In diesem Zustand besticht der Wagen durch sein einfaches, aber elegantes Erscheinungsbild.
Das Originalfahrzeug wurde 1973, nach 71 Dienstjahren, ausgemustert und verschrottet. Ein Fahrzeug dieser Bauserie blieb jedoch - im Modernisierungszustand der 1920er Jahre - erhalten im Technikmuseum Marxzell bei Karlsruhe.







5000 Series der Hochbahn Chicago (CTA)
Für den Start meiner "Stubenhochbahn" darf natürlich ein Fahrzeug aus Chicago, das wohl das interessanteste Hochbahnsystem der Welt bietet, nicht fehlen.
Bei der 5000 Series handelt es sich um eine relativ neue Lieferserie von Bombardier, die sich jedoch perfekt in das seit Jahrzehnten bestehende Erscheinungsbild der Metro in Chicago einfügt, sind die optischen Unterschiede zu früheren Serien nur marginal. Für mich fiel die Wahl auf diesen Fahrzeugtyp, da ich ihn selbst "erfahren" und vermessen konnte. Ferner kommt er auf der yellow line auch als Zweiwagenzug zum Einsatz, was eine wohnzimmer- und modellbahnfreundliche Komposition ist.







VT 187 der Harzer Schmalspurbahnen
Die Harzer Schmalspurbahnen sind neben einer eher geringfügigen Funktion im Nahverkehr vor allem für ihre touristischen mit Dampfzügen befahrenen Strecken durch landschaftlich reizvolle Gegenden bekannt.
Daneben bestehen jedoch auch zahlreiche Verbindungen, auf denen Dieseltriebwagen zum Einsatz kommen. Der VT187 entstand im Vorbild 1999 beim DB-Werk Halberstadt.
Das Modell entsteht mit einem Wagenkasten aus 2 mm starkem Polystyrol. Als Antrieb kommen zwei Motorblöcke aus dem Sortiment von LGB zum Einsatz.